Überblick über das Gesundheitszentrum Jean Claude Diallo in Sarèbowal (Centre de Santé Jean Claude Diallo)

06S 0972Die Gemeinde Sarèbowal liegt knapp 380 Zur Bildergaleriekm nordöstlich der Hauptstadt Guineas, Conakry, in ca. 800 m Höhe im Mittelgebirge des Foutah-Djallon. Der Foutah-Djallon ist bekannt durch eine frühe theokratische Staatenbildung von föderalistischer Struktur, die Ende des 19. Jahrhunderts von den Franzosen zerschlagen wurde. Die Gemeinde umfaßt mehrere Dörfer und ihre Einwohnerzahl liegt heute bei ca. 4.760 Personen. Der Name des Ortes, „Sarèbowal“, bedeutet soviel wie „Stadt im Tal“.

Der Gemeinde Sarèbowal kommt eine besondere historische Bedeutung zu, da sie einst Sitz von 08S 4116islamischen Gelehrten und Weisen war. Die Moschee von Sarèbowal wurde 1641-43 errichtet. Die Weisen geben an, daß Sarèbowal ein heiliger Ort sei, an dem Gebete eine besondere Kraft besäßen. Ganz in der Nähe liegt Timbo, ehemals Königssitz des berühmten islamischen Staatswesens.

 

 Im europäischen Sinne herrscht in Sarèbowal und Umgebung Armut. Die typischen Symptome von Verelendung und Entfremdung, wie sie vor allem in den Großstädten anzutreffen sind, sind hier indes nicht zu finden. Dennoch sind vorhandene Probleme massiv und offensichtlich. Für die Jugend bietet die Region kaum Anregung und Chancen für eine Existenzsicherung. Die Versorgung im Bildungs- und Gesundheitsbereich ist äußerst schlecht. Häufig sind z.B. chronische Wurmerkrankungen, Symptome von Unter- und Mangelernährung sowie Augenentzündungen bis hin zur Erblindung. Vor Ort gibt es keine Möglichkeiten für erste Hilfe bei Schlangenbissen, Skorpionstichen oder sonstigen Verletzungen. Das nächste Zentrum, wo Hilfe geleistet werden kann, liegt 16 km entfernt.

 

 Aus Sarèbowal stammende Menschen haben 1998 in Conakry einen Verein gegründet. Er heißt: „Organisation pour le Développement de Sarèbowal“ (Organisation für die Entwicklung von Sarèbowal). Dieser Verein engagiert sich u.a. für Aufbau und Durchführung von Mutter-Kind-Projekten, für ein Gesundheitszentrum sowie für Erwachsenenbildungsprogramme, durch die die Lebensqualität der Bewohner Sarèbowals verbessert und der zunehmenden Landflucht entgegensteuert werden soll.

 

CIMG4126Das Gesundheitsministerium der Republik Guinea hat dem Vorhaben des Vereins, ein Gesundheitszentrum aufzubauen, zugestimmt und die vorgelegten Baupläne genehmigt. Die Baukosten liegen bei ca 50.000,- €. Durch die private Spende von 2.500,- € eines deutschen Freundes, der mit Jean Claude Diallo Sarèbowal besuchte, haben die Bewohner mit der Errichtung beginnen können. Zu den restlichen Kosten für die Fertigstellung des Gebäudes treten noch Kosten für die Anschaffung von medizinischem Gerät und Material. Außerdem müssen zwei ausgebildete Krankenpfleger(innen) gefunden werden, die bereit sind, in dem Zentrum zu arbeiten.

 

 Euro-Guineé e.V. hat beschlossen, den Verein „Organisation pour le Développement de Sarèbowal" bei der Fertigstellung des Gesundheitszentrums mit Spenden zu unterstützen. Anschließend möchte EuroGuineé noch Hilfe zur Ausstattung mit Material und mit medizinischen Apparaturen sowie Unterstützung bei der Ausbildung des Krankenpflegepersonals leisten.

Für weitere Informationen über das Projekt „Gesundheitszentrum in Sarèbowal" kann man sich an
Frau Gressert-Diallo 
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